Nachdem wir im Jahr zuvor nur den 2. Platz in der Gesamtwertung, aber den ersten in der OV-internen Wertung,
gewonnen hatten,lag es an uns die 2012er-Fuchjagd auszurichten. Wir, das sind Harald, DF3TY, und Hartmut, DL2KCA.
Wir hatten uns im Vorfeld schon ein paar Ziele überlegt:
• Keine großen Entfernungen – wir wollten die Ölgesellschaften nicht sponsern.
• Es sollte mindestens ein Team geben, das alle Füchse findet.
• Es sollte jeder Fuchs von mindestens einem Team gefunden werden.
Deshalb hatten wir das Jagdgebiet auf einen Radius von 10 km um den Engelbergturm beschränkt
und die Füchse so platziert dass sie dort gut hörbar sein mussten und auch waren.
Im Vorfeld hatte Harald an der Infrastruktur gefeilt und vier Kreuzdipole gebaut,
so dass wir alle Füchse mit rundstrahlenden Horizontalantennen ausstatten konnten.
Als Sender waren vier der kleinen China-Handfunken geplant. Deren 2 Watt Ausgangsleitung
sollte von den vorgesehenen Standorten aus gesehen zum Startplatz hin absolut ausreichend sein!
Allerdings musste für die Geräte jeweils ein Adapterkabel zum Kennungsgeber gelötet werden.
Und ausgerechnet hier zeigte sich dann ein Schwachpunkt:
Der vierpolige 3,5-mm-Klinkenstecker ist fummelig, empfindlich und hat anscheinend auch mechanische Toleranzen.
Dieses sollte uns noch Probleme bereiten.
Zurück zur Fuchsjagd. Es war bekannt, dass einige der regelmäßigen Teilnehmer ausfallen werden.
Daher befürchteten wir schon, dass das Teilnehmerfeld sehr übersichtlich sein würde.
Wir trauen dann unseren Augen nicht, als sich schließlich doch 8 Teams zum Start eingefunden hatten.
Pünktlich um 9.30 beginnt der erste Fuchs zu senden – er steht am Wasserbehälter in Gebersheim,
bewacht von Michael, DB1SMC, und Tina. Das Signal ist nicht üppig, aber am Start für alle „Jäger“ gut zu hören.
Und dann Fuchs 2 ... nichts. Was ich befürchtet hatten. Fuchs 2 sprang nicht an. Ein kurzer Anruf bei Rosita, DG4SAR,
die mit Ernst, DL1SBN, am Friedhof in Schöckingen stand und verzweifelt sagte: „Er geht nicht!“
Wir geben ein paar Ratschläge als gut gemeinte erste Abhilfe.
Fuchs 3 funkt im Plan. Er steht auf einem Parkplatz im Industriegebiet in Ditzingen, bewacht von Jürgen, DK9NK und Marianne.
Auch Fuchs 4, den wir am Ende der Maierwaldstrasse in Weilimdorf platziert hatten und der von Peter, DL6SBS, betreut wird, funkt planmäßig.
Wir hatten die Jäger schon im Vorfeld gewarnt und gebeten, auch den 2. Durchgang am Startplatz abzuwarten.
Als dann auch im dritten Durchgang kein Signal von Fuchs 2 zu hören ist, geben wir den Start frei und versprechen,
uns um den Fuchs 2 zu kümmern. Hier ein Dank an alle Jäger, die sich sehr verständnisvoll und kooperativ zeigten!
Deshalb fahren wir auf dem direktem Weg nach Schöckingen. Ich schalte den Fuchs aus, taste mal die Codierschalter vom
Kennungsgeber durch, zieh’ das Adapterkabel raus und poliere den Klinkenstecker mit dem Taschentuch, eine Idee von Hartmut,
der den vernickelten Kontakten nicht traut. Dann alles wieder zusammen gesteckt, Fuchs in Bereitschaft gebracht und
zur richtigen Zeit gestartet .... und er läuft!
In der Pause nach Fuchs 4 noch eine kurze Ansage auf der Fuchsfrequenz und der OV-Frequenz, dass jetzt auch Fuchs 2 läuft.
Wir verlassen Rosita und Ernst, gestärkt mit Kaffe und Zopf von Rosita, und fahren Richtung Weilimdorf.
Beim Grünen Heiner sehen wir, wie Longin und Michael auf einem Feldweg peilen. Über eine Nebenstrasse und einen Fußweg
erreichen wir Fuchs 4. Hier warten wir mit Peter auf Kundschaft. Holger, DL8SCU, ist mit seinem Team dort der Erste.
Ich frage per Handy die anderen Füchse ab und erfahre erleichtert: alle Füchse hatten schon Besuch von Jägern,
also eines der Ziele haben wir damit schon erreicht. Um 11.45 fahren wir zu unserem Treffpunkt, dem Ristorante San Felice
in Weilimdorf im Industriegebiet. Da wir für 20-25 Personen vorbestellt hatten, jetzt aber wohl knapp 30 Personen werden,
stellen wir schnell noch einen Tisch und ein paar Stühle an die Tafel, die für uns hergerichtet ist.
Kurze Zeit später trifft auch Holger schon dort ein. Er hat alle vier Füchse gefunden!
Deshalb ist also ein weiteres unserer Ziele erreicht. Am Ende werden es 4 Teams sein,
die alle 4 Füchse erlegt haben. Jetzt geht es Schlag auf Schlag und die Tafel füllt sich.
Anhand der Laufzettel können wir jetzt die Wertung mit folgendem Ergebnis durchführen:
Platz |
Team | Füchse |
Zeit |
Kilometer |
|---|---|---|---|---|
1 |
Holger, DL8SCU, Nina, DL2GRC, Matthias, DB5MW, und Benni, DN2BEN (der mit seinen 3 ½ das aber vermutlich noch nicht realisiert hat) | 4 |
2h 1min |
44 |
2 |
Manfred, DL4SAR | 4 |
2h 35min |
75 |
3 |
Wolfgang, DL1WM, Martin, DL3SFB, Michael und DB3OM, Florian | 4 |
2h 37min |
65 |
4 |
Longin, DF3TW, und Michael, DG1SRM | 4 |
2h 41min |
63 |
5 |
Otto, DK6SH, und Ulli | 3 |
2h 50min |
49 |
6 |
Georg, DG3SBJ, und Michael, DO9MN | 3 |
2h 50min |
65 |
7 |
Jürgen, DG2YCP | 2 |
||
8 |
Matthias (Matze), DG9SA, und Elli | 0 |
Was uns auffällt:
• Holger und sein Team waren mit Abstand die schnellsten und benötigten dazu auch noch die wenigsten Kilometer – ein wohlverdienter Sieg.
• Die Abstände zwischen den Plätzen 2 und 3 und auch zu 4 sind sehr knapp.
• Bei den Plätzen 5 und 6 mussten die gefahrenen Kilometer entscheiden, denn sowohl die Anzahl der Füchse als auch die gefahrenen Zeiten waren gleich.
• Matthias und Elli, die Sieger des vergangenen Jahres, hatten Pech, denn ihre Peilinfrastruktur funktionierte nicht. Daher gaben sie irgendwann auf. Prima, dass sie trotzdem zur Siegerehrung kamen!
Als Preise hatten wir uns diesmal etwas Funktechnisches ausgedacht:
6 verschiedene Hefte „cq-DL Spezial“. Der erste Platz hatte noch die volle Auswahl und konnte 2 Hefte nehmen,
dann der zweite Platz 2 Hefte und für den dritten Platz gab es den Rest.
Unser Fazit ist: trotz der kleinen technischen Panne war es eine erfolgreiche Fuchsjagd.
Alle unsere Ziele als Ausrichter wurden erreicht. Das Wetter hat mitgespielt – zwar hinterließen
die Eisheiligen noch recht niedrige Temperaturen, aber wir hatten oft Sonnenschein – und das Essen war gut.
Was will man mehr. Wir sind gespannt mit was uns Manfred im nächsten Jahr überraschen wird.
Harald, DF3TY, Hartmut, DL2KCA